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Die deutsche Ostseeküste erstreckt sich über Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, von der Flensburger Förde im Westen bis nach Usedom im Osten. Die Ostsee ist ein Brackwassermeer mit nur geringen Gezeiten. Sie lädt im Sommer zum Baden und Segeln ein und im Frühjahr und Herbst zu langen Strandspaziergängen. Sandstrände, Steilküsten, Förden und Bodden wechseln sich ab, sodass die Küste abwechslungsreicher ist, als viele erwarten.
Im Westen schneiden Förden wie die Flensburger und die Kieler Förde als lange, schmale Buchten ins Land. Breite Sandstrände finden sich unter anderem an der Lübecker Bucht mit Orten wie Timmendorfer Strand und Travemünde. Dazwischen liegen Abschnitte mit Steilküste, an denen sich der Blick weit über das Wasser öffnet.
Weiter östlich, in Mecklenburg-Vorpommern, prägen flache Boddengewässer das Bild. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gehört ein großer Teil zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Er ist vor allem für die Vogelwelt bekannt; im Herbst rasten hier zahlreiche Kraniche.
Die Altstädte von Lübeck, Wismar und Stralsund gehören zum UNESCO-Welterbe und erzählen von der Zeit der Hanse. Auch Rostock ist eine traditionsreiche Hansestadt; von dort aus ist das Seebad Warnemünde schnell erreicht.
Heiligendamm gilt als ältestes Seebad Deutschlands, Kühlungsborn ist für seine Promenade und die Bäderarchitektur bekannt. Von Bad Doberan nach Kühlungsborn fährt die Schmalspurbahn „Molli“. Der Strandkorb wurde 1882 in Rostock erfunden und gehört bis heute zu jedem Strandtag.
Rügen und Usedom, die größten deutschen Ostseeinseln, haben eigene Seiten: Rügen und Usedom. Im Westen ist auch Fehmarn ein beliebtes Ziel. Diese Seite beschreibt die übergeordnete Küstenregion.
Der Ostseeküstenradweg, der zum EuroVelo 10 gehört, begleitet die Küste über weite Strecken. Das Gelände ist überwiegend flach, sodass sich auch Etappen für Familien und Genussradler gut zusammenstellen lassen.
Strand- und Uferwege laden zum Wandern ein, an vielen Küstenabschnitten sind außerdem Segeln, Surfen und Kiten möglich. Zum Baden ist der Sommer die beste Zeit; die Wassertemperatur der Ostsee bleibt auch dann eher frisch.
Im Sommer ist an der Küste am meisten los. Frühjahr und Herbst sind ruhiger und eignen sich für Spaziergänge, Radtouren und Naturbeobachtung. Auch im Winter hat die Küste ihren Reiz, dann steht das Meer als Kulisse für lange Strandwege im Mittelpunkt.
Familien schätzen die flach abfallenden Strände, Paare die Seebäder und Promenaden, Kulturinteressierte die Hansestädte. Aktive finden Radwege, Wasserflächen und Küstenpfade, Ruhesuchende die stillen Abschnitte abseits der großen Badeorte.
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